Zeitung

 

Dank vieler Helfer wurde unsere 6-Jahresfeier ein großes, schönesFest!

 

 

 

ACHTUNG: Wir suchen junge Leute zwischen 14 und 19, die Lust am Schreiben, Recherchieren, Layouten haben!! Bitte im Y4U melden!!



Leseprobe:

Troubles

Peter ein 17-jähriger Schüler aus Linz erzählt uns von seinen Erlebnissen in der Drogenszene:

Mit 15 kam ich von einem kleinen Dorf bei Schärding nach Linz und fand mich ganz am Anfang überhaupt nicht zurecht. Nach ein paar Monaten bekam ich jedoch schön langsam Anschluss an eine Clique, die auf mich einen echt sympathischen Eindruck machte. Ich fühlte mich im Internat nicht mehr allein und war total froh dazuzugehören. Wir trafen uns täglich auf den Zimmern und hatten viel Spaß.
Eines Abends saßen wir wieder in unserer Runde und plötzlich zog mein Zimmerkollege eine "selbstgedrehte Zigarette" aus seiner Tasche. Er sagte zu mir: "Ein Zug schadet nicht, probier mal". Ich wollte mich nicht blamieren und machte ein paar Züge, obwohl ich wusste, dass es Haschisch war. Ich hatte sofort ein komisches Gefühl und alles kam mir irgendwie leicht vor.
Solche Treffen hatten wir jetzt regelmäßig. Jedes Wochenende klapperten wir sämtliche Clubs und Discos der Stadt ab und mit der Zeit kamen auch andere Drogen wie Ecstasy, Speed, Koks usw. ins Spiel. Von diesem Zeitpunkt an konnte ich mir Fortgehen und Spaß haben ohne dieses Zeug gar nicht mehr vorstellen. Aber mit der Zeit wurde das Geld knapp und ich fing mit dem Dealen an. Doch leider ist's "blöd" gelaufen und ich wurde in einem Club auf frischer Tat bei meinem "Geschäft" ertappt. Nun wurden auch meine Eltern, die Schule und die Behörden eingeschaltet. Gott sei Dank standen meine Eltern voll hinter mir, was eine große Hilfe für mich war. Die Schule war für mich passé, ich flog sofort raus.
Nach zwei Monaten Therapie hoffe ich mein Leben jetzt wieder einigermaßen in den Griff zu bekommen aber die Gefahr eines Rückfalls wird immer bleiben und mit einer Vorstrafe kam ich noch relativ glimpflich davon. Es hätte aber auch viel schlimmer kommen können und ich würde im Knast versauern.

 

 

Julinachtstraum

Ziemlich viel Glück (Karl Krolow)

Ziemlich viel Glück
Gehört dazu,
Dass ein Körper auf der Luft
Zu schweben beginne
Mit Brust, Achsel und Knie,
Und auf dieser Luft
Einem anderen Körper begegne,
Wie er
Unterwegs.

Die Atmosphäre macht
Zwei innige Torsen aus ihnen.
Unbemerkt beschreibt ihr Entzücken
Zärtliche Linien in Baumkronen.
Eine ganze Zeit noch
Ist ihr Flüstern zu vernehmen,
Und wie sie einander
Das schenken,
Was leicht an ihnen ist.

Glücklichsein beginnt immer
Ein wenig über der Erde.

Aber niemand hat es beobachten können.
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frisch gegrilltes Steckerlbrot - nach gutem Rezept von Nicola


musikalische Einlagen der Trommelgruppe "Fleckerlteppich" und von Tanja

 

Ich wünsche dir Zeit

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit; nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit; nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben !

Elli Michler

Aus: Elli Michler, Dir zugedacht, Wunschgedichte,© Don Bosco Verlag, München, 19.Aufl. 2004

 

HOAX - Was ist das?

Die kleine Natalie ist krank. Sehr krank und ihr sehnlichster Wunsch ist es noch in das Guiness Buch der Rekorde für den längsten Kettenbrief der Welt aufgenommen zu werden. Außerdem erhält das Krankenhaus für jedes verschickte Mail 1 Cent für die Behandlung.

Kommt dir das bekannt vor? Ich muss euch leider enttäuschen. Es gibt keinen Cent, kein Krankenhaus, das Geld bekommt, keine Krankheit und auch keine Natalie. Das Guiness Buch nimmt zu allem Überdruss Rekorde dieser Art gar nicht mehr in sein Register auf.

Der Fachausdruck für solche Mails ist HOAX und kommt aus dem Englischen, was soviel bedeutet wie "Jux" oder "Scherz".

Die Inhalte können vielfältigst sein. Begonnen beim schon erwähnten "Charity Hoax", Glücksbriefen ("Schicke dieses Mail an sieben Leute und du wirst sofort Glück haben ..."), Gewinnspiele, Warnungen ("Achtung! Schlimmer Virus im Umlauf") bis hin zum Boykottaufruf ("Am 30. Mai nicht tanken") können solche Mails praktisch alles beinhalten. Meistens wird versucht, die Gefühle, Hoffnungen und Ängste der Menschen anzusprechen, um sie zum Weiterschicken zu motivieren. Andere Mails sind sogenannte "Urban Legends" also Großstadtmärchen oder Sagen, wie zum Beispiel die Geschichte von Rattenurin auf Getränkedosen oder von AIDS infizierten Nadeln, die man in Diskotheken in den Rücken gestochen bekommt. Die harmlosere Gattung sind Mails in denen Spaßmeldungen, Fotos, Videos etc. verbreitet werden.

Warum das Ganze? Natürlich können Spaß - wenn auch oft schlechter - Rache oder das Bedürfnis Aufmerksamkeit zu erregen Hintergrund für solche E-Mails sein. Sehr oft steht aber auch ein wirtschaftliches Interesse hinter solchen Nachrichten. Aber nicht nur die Schädigung von anderen Firmen (Getränkedosen, Discotheken ...) kann ein Grund sein, sondern vor allem das Sammeln von E-Mailadressen gilt als Hauptmotiv. Firmen kaufen oder besorgen sich auf diese Weise Adressen, um ihre Werbung zu verschicken, sogenannte Spam Mails. Diese kennt jeder und sie sind furchtbar lästig.

Solltest du solche mails bekommen, es gibt eine sehr umfangreiche Homepage, die u.a. auch eine Liste an Hoaxmeldungen gibt und gute Tipps für die Handhabung solcher Mails hat:

http://hoax-info.de

- Dieser Text ist aus der Zeitung der OÖ Landjugend Ausgabe 02/2006 www.landjugend.at